Hermann Pedit
1933 geboren in Lienz
1947-50 Ausbildung als Kunstschlosser und Metallbildhauer
1950-51 Zeichen- und Malschule Toni Kirchmayr, Innsbruck
1954-55 Studium bei Sergius Pauser
1955-59 und Fritz Wotruba an der Akademie der Bildenden Künste, Wien
lebt und arbeitet in Lienz
| 1997 | Museum Stift Stams, Stams/Nordtirol |
| 1998 | Galerie Gaudens Pedit, Lienz Bayrisches Staatsmuseum Kloster Asbach, Asbach/Bayern Präsentation im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft, Brüssel |
| 1999 | „Nacht der Seele“, Präsentation des Bildzyklus im Atrium der Österreichischen Beamtenversicherung, Wien „Nacht der Seele“, Galerie Freihausgasse, Galerie der Stadt Villach „Nacht der Seele“, Stadtmuseum Schloß Eltz, Vukovar „Nacht der Seele“, Landesmuseum, Osijek „Nacht der Seele“, Mimara Museum/Kroatisches Nationalmuseum, Zabreb |
| 2000 | „Nacht der Seele“, Nationalgalerie, Sarajewo, Bosnien-Herzegowina, Galerie Prisma, Bozen „Nacht der Seele“, Europäisches Parlament, Brüssel |
| 2001 | „Nacht der Seele“, Pulchri Studio, Den Haag Internationaler Salon für Bildende Kunst in Flandern, Aarschot, Belgien |
| 2002 | Cultuurcentrum Mechelen, Mechelen, Belgien Staatliches Russisches Museum/Museum Ludwig im Staatlichen Russischen Museum, St.Petersburg |
| 2003 | „Klang aus Licht und Farbe“, Kulturzentrum Toblach, Südtirol |
| 2004 | VZW Art Gallery Marc de Geeter, Blankenberge, Belgien Stiftung Monumental, Bornem, Belgien |
| 2005 | „Arbeiten in Email“, Museum für angewandte Kunst, Budapest |
| 2007 | Museum im Palacio de los Serrano, Avila, Spanien „Arbeiten 1997 – 2007“, Stift Stams |
Arbeiten in öffentlichen Sammlungen
Diözese Graz-Seckau, Schloss Seggau, Diözese Gurk in Klagenfurt, Graphische Sammlung Albertina, Land Tirol, Republik Österreich, Staatliches Russisches Museum / St.Petersburg, Stadt Lienz, Stadt Passau, Stadt Villach, Stift Stams
Hommage an Hermann Pedit
„Die Sprache ist nicht für alles eingerichtet“, hat Goethe im Alter zu Eckermann gesagt. Das gilbt besonders für alle Versuche, sich Werken der bildenden Kunst sprachlich anzunähern. In Katalogen zu den großen Ausstellungen von Hermann Pedit gibt es gleichwohl meisterhafte Versuche von Kunstinterpreten, dies zu tun - so zur Ausstellung 2002 im russischen St.Petersburg. Mein Weg zum Werk Pedits hat vor etwa zehn Jahren begonnen und ist eher geleitet von einem Wort der französischen Mystikerin Simone Weil, die gesagt hat: „Es gibt nur eine Methode, um Bilder zu verstehen - nicht versuchen, sie zu interpretieren, sondern sie solange anschauen, bis das Licht hervorbricht“.
Für die Bilder des Osttiroler Künstlers, der in einem von Kindheit an oft schwierigen Leben so etwas geworden ist wie ein wetterfester starker Baum mit tiefen Wurzeln und weiter Krone, gilt auch ein Wort von Paul Klee: „Kunst gibt nicht Sichtbares wieder, sondern macht sichtbar“.
Nach seiner Wiener Zeit als Künstler der damaligen dortigen Avantgarde zog sich Hermann Pedit als noch junger Mann aus familiären Gründen nach Lienz zurück. Vor zehn Jahren ist er mit einem Werk von neuer eruptiver Kraft in eine Öffentlichkeit getreten, die immer noch weiter ausgreift: beispielsweise nach Russland, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Belgien. Helles und Dunkles in Natur und Geschichte kommt in diesem Werk zur „Sprache“ - das Bild ist ja „das andere Wort“. Erschütternd der Bilderzyklus „Nacht der Seele“, erinnernd an die Gräuel des Krieges in Ex-Jugoslawien. Leuchtend steht dem die Mehrzahl der Bilder aus der jüngsten Dekade gegenüber. Von der Musik hat Rilke in der 1. Duineser Elegie gesagt, dass sie „anruft und tröstet und hilft“. Auch Bilder können dies, zumal Bilder von Hermann Pedit.
Dr. Egon Kapellari - Diözesanbischof
Im März 2007
1996, 1997 und 1998 bereist Hermann Pedit das Krisengebiet am Balkan und schafft im Eindruck der Greuel und der Barbarei einen 64 Bilder umfassenden Zyklus über Progrome und Krieg.
„In Westeuropa sprach man von einem Bürgerkrieg.
Auf meiner Reise durch Kroatien und Bosnien fand ich nur Genocid, Vertreibung, Gewalt und Grausamkeit einer bewaffneten Soldateska gegen Frauen, gegen Wehrlose. Die Bedrohung der Integrität und Würde aller durch die Vernichtung der Integrität und Würde der Frauen – fand ich als Mittel zur Austreibung der nicht erwünschten Bevölkerung. Ich frage mich auch heute noch, weshalb die Regierungen des Westens immer noch von einem „Bürger“-Krieg sprechen? Und ich frage mich, wo ist der Aufschrei der serbischen Intellektuellen gegen diesen Rückfall in die Barbarei geblieben?“
Hermann Pedit
Kontakt:
Hermann Pedit
Brennerleweg 1
9900 Lienz
phone: 0043/4852 /62723-3
fax: 0043/4852/62723-4
www.hermann-pedit.com